Junge Detektive unterwegs in Werl – Der Heimatstadt auf der Spur

Werl. „Wir Detektive unterwegs in Werl“: So lautet der verheißungsvolle Titel eines Kunstprojekts mit dem sich Kunstwerkstatt Werl e.V. Malschule, unter Leitung von Petra Kook, mit dreizehn Kindern mit Migrationshintergrund auf Spurensuche begeben. Wie sah es in Werl früher aus, wie lebten die Familien, was ist eigentlich ein Fachwerkhaus und was war, wenn jemand krank wurde?

Kooperationspartner sind: die Caritas, die Norbertschule und der Neue Heimat und Geschichtsverein Werl e.V.

In diesem lang angelegten Projekt haben Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, sich mit Ausflügen u.a. zum Bürgermeister, ins Museum oder ins Krankenhaus mit der Stadt Werl und ihrer eigenen Familie auseinanderzusetzen - in Geschichte und Gegenwart.“

Das erste Kennenlern-Treffen fand Ende Januar statt. Jetzt kommen die Kinder regelmäßig mittwochs für zwei Stunden in der Malschule Werl zusammen, wo sie von Leiterin und Künstlerin Petra Kook und zwei Ehrenamtlichen betreut werden. Damit das Projekt „Wir sind Detektive“ wirklich abwechslungsreich und spannend ist, werden Ausflüge und Workshops stattfinden, auch sollen viele verschiedene kreative Herangehensweisen (Ton, Malen, Collagen etc.) genutzt werden. Das Projekt endet mit Beginn der Sommerferien.

"Frauengespräche", ein Kunstprojekt auf dem Haarstrang

Konzept und Durchführung:
Petra Kook und Karla Christoph, Dozentinnen der Kunstwerkstatt Werl e.V.

Projektteilnehmer:
Landfrauen Werl, Wickede, Ense und Möhnesee
Frauen, die in dieser Umgebung leben

Die Künstlerinnen arbeiten mit Landfrauen und Frauen die aus anderen Lebensbereichen kommen.
Zu dem Projekttitel "Frauengespräche - Kunst/Kultur auf dem Haarstrang".
Das Projekt umfasst 2 Workshops.

Der 1. Workshop
Der erste Workshop begann direkt nach Ostern und erarbeitete eine bleibende Skulptur, die erstmals auf dem NRW Tag in Hamm gezeigt und jetzt einen bleibenden Platz auf dem Gelände des Blumenhofes Klemke (zwischen Werl und Wickede) gefunden hat.

Ausgangspunkt waren alte Eichenbalken, die einmal in der Konstruktion von Fachwerkhäusern ihre Bestimmung hatten, teilweise jahrelang vergessen in einem Kamp lagen aber auch gerade den Abriss des jeweiligen Fachhauses erlebt hatten, in dem sie eine tragende Rolle spielten.

Der Ablauf:

  • Ein Erkunden des Haarstranges, Sammeln historischer Fakten, Erinnerungen
  • Das Finden der Eichenbalken. Gedanken zu dem möglichen Kreislauf dieser Balken
  • Das Aussuchen der Balken auf der Wirlauke/Theiningsen
  • Das Auseinandersetzen mit dem jeweiligen Balken
  • Sandstrahlen
  • Transport der Balken zum Hof Hering, Heideröschen
  • Arbeiten mit Ton zu dem Thema Baum
  • Sammeln von Gedanken, Sammeln von Gegenständen diesen Balken eine andere Bestimmung zu geben
  • Gedanken zu der Präsentation des Kunstwerkes, Verankerungskonstruktion
  • Immer wieder Austausch innerhalb der Gruppe
  • Die Landschaft um den Hof Hering, Skizzen
  • Das Aussuchen eines bestimmten Details in dieser Skizze zu der später eine Glasarbeit im Atelier Kook gearbeitet wird
  • Probeaufbau auf Hof Hering
  • Transport zum NRW-Tag
  • Aufbau NRW-Tag
  • 2 Tage Präsenz auf dem NRW-Tag mit Wachdienst rund um die Uhr
  • Abbau und anschließen Aufbau auf dem Gelände des Blumenhofes Klemke
  • Taufe der Skulptur "Frauengespräche"


Der 2. Workshop "Temporäre Installationen auf dem Haarstrang"

Beginn am 05.09.09 auf dem Hof Hering, Heideröschen um 14.30. Interessentinnen können sich noch melden.

Zum Abschluss ist eine Ausstellung in Neu St. Thomä Soest geplant.
Es entsteht ein umfassender Katalog.

Das Projekt wird gefördert von:

  • NRW regionale Kulturförderung
  • Kunstverein Kreis Soest
  • Landfrauenverband Werl/Wickede
  • Kunstwerkstatt Werl e.V.
  • Bürgerstiftung Hellweg
  • ...und zahlreiche Sponsoren

Wir danken für die großzügige Unterstützung und werden alle Freunde und Förderer in unserem Katalog erwähnen. Die Künstlerinnen: Petra Kook und Karla Christoph